Die Stiftung - Förderberichte

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Niklas und Frieda im Glück

INKLUPLAY ServicePoint gibt Jugendlichen mit Down-Syndrom Chance auf dem
ersten Arbeitsmarkt

Schmallenberg. Menschen mit Down-Syndrom können auch auf dem ersten Arbeitsmarkt überglücklich werden, sie können Selbstbewusstsein tanken, an ihren Aufgaben wachsen – und sich etablieren. Dafür sind Niklas und Frieda das beste Beispiel.
Der 19-jährige Niklas und die 18-jährige Frieda sind angestellt beim „ServicePoint“ der INKLUPLAY gGmbH in Schmallenberg. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Inklusionsexperten und Betreuern haben sie sich nach ihrem Schulabschluss ihren Traum von einem breit aufgestellten Wäscheservice erfüllt. An drei Nachmittagen in der Woche kümmern sich Niklas und Frieda um die Wäsche von Privatpersonen, Firmen und Vereinen in der Umgebung, sie waschen die Kleidungsstücke, bügeln sie, legen sie umsichtig zusammen. Und sind dabei bester Laune: In dem hellen sauberen Raum, ausgestattet mit Waschmaschine, Trockner und Bügeleisen, mit einem heißen Kaffee in den Tassen und dem frischen Duft von Waschmittel gehen sie gemeinsam einen weiteren Schritt in ein selbstbestimmtes Leben. Auch nähen oder basteln dürfen die beiden; insbesondere Frieda machen diese kleinteiligen Arbeiten viel Spaß. Wichtig: Die beiden sollen sich entfalten können, sie sind nicht nur auf eine Tätigkeit beschränkt.
Dass das gesamte Team mit ganzem Herzen und viel Leidenschaft bei der Sache ist, hat sich seit dem Start im September in Schmallenberg und Umgebung schon längst herumgesprochen. So freuen sich die Mitarbeiter über viele Stammkunden, zudem über immer neue Personen, die sie und den Wäscheservice kennenlernen möchten. An diesem Erfolg war die Deutsche Stiftung für Down-Syndrom wesentlich beteiligt: „Die Stiftung hat uns die beiden Arbeitstische ermöglicht“, erklärt
Manja Göbel, Geschäftsführerin der INKLUPLAY gGmbH. „Dafür sind wir alle sehr dankbar. Die Förderung war eine riesige Entlastung.“
Das gesamte Team freut sich, seine Kunden persönlich kennenzulernen, denn der Begriff Inklusion soll bei der INKLUPLAY gGmbH keine leere Hülle bleiben, sondern erfahrbar werden. Jeder ist eingeladen, im ServicePoint vorbeizuschauen und sich ein Bild davon zu machen, wie gut Inklusion gelingen kann, wie gut Menschen mit und Menschen ohne Behinderung Hand in Hand arbeiten können. Niklas und Frieda jedenfalls sind zufrieden – und glücklich: „Uns macht es sehr viel Spaß, hier zu arbeiten“, sagen sie und freuen sich ehrlich und mit einem fröhlichen Lachen, eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt erhalten zu haben.
Alle Infos zum INKLUPLAY ServicePoint gibt es im Internet unter www.inkluplay.de

Die INKLUPLAY gGmbH
INKLUPLAY hat sich ein großes Ziel gesetzt: Die Inklusion in Deutschland greifbar zu machen und auch tatsächlich umzusetzen. Mit Taten – nicht nur mit schönen
Worten. Das bedeutet unter anderem öffentliche Spielräume so zu gestalten, dass Kinder mit Beeinträchtigungen am gemeinsamen Spiel teilhaben können und ein
gelebtes Miteinander möglich ist. Ein weiteres Ziel ist die Vermittlung von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt durch die Initiierung eigener
Inklusionsprojekte wie etwa dem ServicePoint.

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Überglücklich mit dem neuen E-Dreirad

Bild: Jacqueline Ulbrich bei ihrer ersten Fahrradtour.


Dank der finanziellen Unterstützung der deutschen Stiftung für Menschen mit Down Syndrom konnte sich meine Tochter ein neues Fahrrad - ein E-Dreirad - kaufen.

Das Therapiefahrrad meiner Tochter Jacqueline war in die Jahre gekommen und es musste ein neues Fahrrad/Dreirad her. Auf Grund des Wohnortes war schnell klar, dass nach einem motorunterstützenden Fahrrad/Dreirad gesucht werden muss. Diese Suche stellte sich als sehr schwierig heraus, da es sehr wenige Fahrradhändler gibt, die ein passendes Fahrrad/Dreirad für meine Tochter hatten. Endlich wurde ein Fahrradhändler gefunden, doch dann kam der Schock - so ein E-Dreirad hat einen Preis von einem gebrauchten Auto. Dank dem Tipp von Dr. Elmar und Dr. Christine Schuhmacher wurde bei der deutschen Stiftung für Menschen mit Down Syndrom ein Antrag für eine finanzielle Unterstützung gestellt. Innerhalb kurzer Zeit kam die Nachricht, dass der Kauf des Fahrrads/Dreirads unterstützt wird.

Wir, meine Tochter und ich, bedanken uns bei der Stiftung für Menschen mit Down Syndrom für diese großartige Unterstützung und werden bei jeder Fahrradtour daran denken.

Familie Engel/Ulbrich

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Das neue Therapiefahrrad

Bericht von Hannah Willems und ihrem neuen Therapiefahrrad

Seligenstadt, den 22. November 2020


Liebes Team von der Deutschen Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom,

Hannah hat ihr „Fahrrad“ seit Mai diesen Jahres und für sie und uns hat sich dadurch wirklich sehr viel geändert. Eigentlich ist es kein normales Fahrrad, sondern ein ganz besonderes „Liege-Trike“, mit der sie endlich die Möglichkeit hat, richtig mobil zu sein. Sie hat sich gleich bei der ersten Probefahrt darin richtig sicher und wohl gefühlt – kein Problem mehr mit dem Gleichgewicht und ganz entspanntes Sitzen und Lenken! Das war irgendwann mit einem normalen Fahrrad aber auch mit einem normalen Dreirad einfach nicht mehr möglich gewesen.

Wir fahren eigentlich fast jeden Tag, fast immer einfach so durchs Feld oder auch mal zur Oma oder in die Stadt. Jetzt macht Bewegung auch Spaß und wir „trainieren“ praktisch nebenbei. So ein tolles Gefährt hat natürlich auch seinen Preis und wir sind sehr froh und dankbar, dass es Organisationen wie die ihre gibt, die dazu beitragen, dass Menschen wie Hannah besser/einfacher am ganz normalen Leben teilnehmen können.

Nochmals vielen herzlichen Dank für die schnelle und auch unbürokratische Unterstützung!

Hannah und der Rest der Familie Willems

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Eygla, lauf los!

Kurzbericht über eine von der Deutschen Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom mitfinanzierte Therapiewoche bei der "Bewegten Logopädie" im Allgäu

"Eygla, lauf los!": Mit diesen Worten begann für unsere fünfjährige Tochter Nora ein Lernerlebnis der besonderen Art. Nora bestieg eine Woche lang im Allgäu Tag für Tag den Rücken "ihres" Pferdes Eygla und durfte auf diese Weise einen neuen und sehr motivierenden Weg in die Welt der Sprache entdecken.

Nora ist vor beinahe sechs Jahren mit einem Down Syndrom zur Welt gekommen. Sie entwickelt sich prächtig und ist unser ganzer Stolz. Trotzdem bedeutet die Einschulung, auf die sie nun zugeht, den Beginn eines neuen Lebensabschnitts, in dem Sprache sehr wichtig werden wird. Das Team der "Bewegten Logopädie" in Leutkirch bietet in einem deutschlandweit einzigartigen Konzept die Sprachförderung mit dem Pferd an. Dabei stehen jeden Tag Therapiestunden auf dem Reitplatz und logopädische Trainingseinheiten in den Praxisräumen auf dem Programm. Das "Bewegtwerden" auf dem Pferd stärkt den Tonus, die Muskuatur und (vor allem!) das Selbstbewusstsein. Wir waren sehr beeindruckt davon, mit welcher Konzentration und Professonalität die Therapeutinnen sich den Kindern widmen. Schon jetzt ist erkennbar, dass Nora in kürzester Zeit erstaunliche Fortschritte gemacht hat. Sie war am Ende der Woche in vielerlei Hinsicht "gewachsen". Unsere Erwartungen haben sich mehr als erfüllt.

Wir danken der Deutschen Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom sehr herzlich für ihre finanzielle Unterstützung. Die Zeit bei der "Bewegten Logopädie" war für Nora sehr wertvoll. Nora erzählt fast jeden Tag mit strahlenden Augen von ihrem Reiterlebnis und kann es kaum erwarten, ihr Pferd wiederzusehen. Schon in den kommenden Winterferien fahren wir wieder ins Allgäu. Dann heißt es wieder: "Eygla, lauf los!"

Berlin, im August 2020, Familie Isele