Die Stiftung - Förderberichte

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Ranzen für Kemal

Kemal ist glücklich
Kemal ist glücklich mit seinem Ranzen und die Familie freute sich über unsere Unterstützung

Kemal, ein Kind mit Down-Syndrom, kam nach den Sommerferien in die Schule und wünschte sich einen Schulranzen, den er trotz seiner kleinen Größe gut auf dem Rücken tragen kann. Die Eltern haben sich in einem Fachgeschäft beraten lassen und einen idealen Ranzen mit einem Eigengewicht von 990gramm, so dass Kemal mit seiner kleinen Körpergröße diesen gut und selbstwirksam tragen kann, gefunden. Durch gute Polsterung wird auch sein Rücken geschont. Zusätzlich können die Gurte individuell verlängert oder verkürzt werden, so dass der Ranzen sowohl an den Rücken angepasst werden kann als auch an die spätere Körpergröße. Da die Eltern zurzeit nicht in der Lage waren die Kosten dafür zu übernehmen, haben wir das Schulranzen-Set bestehend aus Ranzen, Federmäppchen und einem Turnbeutel finanziert.

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Danke schön

Unser Sohn Lennard ist mehrfach schwerstbehindert, er kann nur wenig laufen, kann nicht sprechen, und und und. Wir haben all die Jahre immer versucht ein Transportmittel für ihn zu besorgen, außer einen RollstuhI, den er immer hatte. Zuletzt hatten wir ein Lastenrad, was schon sehr kostenintensiv war. Nun ist er aber, zu groß geworden und passt dort nicht mehr rein.
Da unsere Tochter aber sehr viel mit ihm unterwegs ist, und Lennard viel Spaß am Radfahren hat, haben wir überlegt, wie wir das lösen können.
Jasmin, die große Schwester hat viel im Internet recherchiert und ist auf die Webseite der Stiftung für Menschen mit Downsyndrom gestoßen.
Nach unserem Anfragen haben wir recht schnell eine Zusage für einen Zuschuss von 1.500 Euro bekommen. Die Freude war sehr groß bei uns.
Nun ist das Rad da und Lennard kann wieder seine Ausflüge machen, oder besser gesagt er kann sich fahren lassen. Bei uns in Barth und Umgebung gibt es viel zu sehen, und die Ostsee ist auch nicht weit.

Wir möchten im Namen der ganzen Familie einen großen Dank an die Stiftung senden. Ich wünsche Ihnen das Sie noch vielen Menschen helfen können.

Ganz liebe Grüße aus Barth
Familie Zinn

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Das Glück dieser Erde,...

...liegt auf dem Rücken der Pferde.


'LAUF LOS!!!'
Das sind die Wörter, mit denen Noel seine Therapiewoche bei der "Bewegten Logopädie " im Allgäu täglich begonnen hat.


Noel ist 7 Jahre alt und das Sprechen fällt ihm durch sein extra Chromosom, dem Down-Syndrom sehr schwer. Um ihn in seiner sprachlichen Entwicklung zu fördern, haben wir uns am 19.03.2022 zum zweiten Mal auf den Weg ins Allgäu gemacht um dort eine ganz besondere Art der Logopädischen Therapie war zu nehmen. Das Team der " Bewegten Logopädie " in Leutkirch bietet in einem deutschlandweiten einzigartigen Konzept eine Sprachförderung in Verbindung mit dem Reiten der Pferde an. Jeden Vormittag heißt es auf dem Reitplatz aufsteigen auf den Rücken des Pferdes, nachdem es gemeinsam mit Noel geputzt und gesattelt wurde. Durch das Reiten wird der Tonus, die Muskulatur und vor allem das Selbstbewusstsein gestärkt und das Sprechen gefördert.
Noel hat so viel Spaß gehabt, dass er gar nicht wahrgenommen hat, dass er ja nebenbei Sprachübungen gemacht hat.

Nach der Reitstunde und einer kurzen Pause ging es dann nochmal zu Lucy dem Praxishund, zur Logo in die Praxis. Wir waren jeden Tag begeistert, was alles aus Noel seinem Mund zu hören war und wie konzentriert er dabei war. Auch seine Schwester Larissa die als Geschwisterkind jeden Tag eine Reitstunde hatte, genoss die Zeit in vollen Zügen.

Wir sind der Deutschen Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom sehr dankbar für die
finanzielle Unterstützung und uns damit diese Woche ermöglicht haben. Wir sind am Freitag mit einem weinenden und einem lachenden Auge nach Hause gefahren, denn bereits im November dürfen wir nochmal eine Woche Reittherapie genießen und dann heißt es wieder: "LAUF LOS" denn das Glück der Erde, liegt auf dem Rücken der Pferde.

Danke sagt Familie Münch
Gernrode, im März 2022

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Danke!

shukran lakum - شكرا لكم

An dieser Stelle möchte ich und meine Familie mich noch einmal recht herzlich für ihre finanzielle Unterstützung bedenken und dass Sie uns somit die Verwirklichung unseres Wunsches Möglich gemacht haben. Jetzt können wir als Familie gemeinsam Fahrradtouren unternehmen, ohne dass jemand zu Hause bleiben muss.
Wir haben sehr lange auf dieses Lastenfahrrad gewartet und haben schon gar nicht mehr damit gerechnet, als es dann im November geliefert wurde, war die Freude groß, das Wetter allerdings weniger. Der Winter ist eine echt schlechte Jahreszeit, um Fahrradtouren zu unternehmen und ausserdem mussten meine Frau und ich erstmal Fahrunterricht nehmen, denn das Gefährt ist wirklich groß und lenkt sich so gar nicht wie ein herkömmliches Fahrrad. Meine Frau sagte, dass ist wie ein LKW und sie konnte sich gar nicht vorstellen damit zu fahren. Wir haben dann zu Zweit unsere ersten Fahrversuche unternommen und mussten feststellen, ja es ist toll, aber das Lenken im Alltag und somit im Stadtverkehr ist eine echte Herausforderung.

Heute war es dann soweit, dass Wetter war gut und wir haben unsere erste Exkursion unternommen. Mit Mervan im Kasten, dass war schon ein wenig heikel, wir hatten Angst, dass er sich zu sehr bewegen würde und somit das Dreirad zum Kippen bringt, außerdem muss man schon deutlich vorausschauender fahren, wenn man eine so kostbare Fracht an Board hat.

Mervan fand es sofort klasse, dick eingepackt kletterte er in seine Sänfte und machte es sich gemütlich. Die Plastikfenster mussten auf, damit er gut sehen und Kommandos geben konnte. „So Papa“, in seiner ihm eigenen Sprache, „mach zu wir wollen los“ Jala!!. Seine Geschwister haben ihn sichtlich beneidet und hätten am Liebsten mit ihm getauscht. Mervan hob zwischendurch immer wieder den Daumen um mir zu signalisieren, Mensch, das macht richtig Spaß. Er grüßte die Leute, die uns erstaunt ansahen und brachte sie somit zum lächeln. Für ihn ist es immer ein besondere Moment, wenn Menschen auf seine Grüße reagieren und ihm etwas zurufen. Vereinzelt sah man auch neidische Blicke, aufgrund des komfortablen Auftrittes.

Wir haben dann unsere Kinder beim Arabischkurs abgesetzt und sind weiter in die Natur gefahren. Der Weg war echt abenteuerlich und es hatte etwas vom Crossfahren, das fand Mervan so richtig gut, über Stock und Stein, Schlaglöcher usw. Ich musste mich ganz schon anstrengen, das Fahrrad in der Spur zu halten, dennoch gelang es mit mit der Unterstützung des Elektromotors.

Wir haben dann an einem Baggersee einen Zwischenstop eingelegt, die Sonne schien so malerisch auf den See und Mervan genoss es am Wasser zu spielen. Danach sind wir noch auf einen Spielplatz gefahren. Mervan hatte während der Fahrt ja nichts auszustehen und somit hatte er genügend Energie, den Spielplatz zu erobern. Leider waren kaum Kinder da mit denen er spielen konnte und somit musste er mit uns vorlieb nehmen.
Wir sind dann zurück gefahren um unsere Kinder abzuholen. Auf dem Rückweg fühlte ich mich wie ein Kutscher, der von seinem Herren angetrieben wird, schneller zu fahren. Mervan hat seine Brüder angespornt schneller zu fahren und letztendlich für ihn die Burg schon mal einzunehmen.
Wir sind dann nochmal direkt durch die Innenstadt gefahren und auch dort hat er sich benommen wie ein König, der mit seinen Untergebenen unterwegs ist, wohlwollendes winken zu seinem Volk.

Die Tour hat ihm richtig viel Spaß gemacht, er hat viel gesehen, konnte sich ausprobieren und stand voll im Mittelpunkt. Von seinen Körperlichen und geistigen Grenzen hat man nichts gemerkt, er war frei und völlig unbeschwert. Auch wir waren glücklich, dass wir mit ihm diese Erfahrungen machen konnten. Wir freuen uns schon darauf, wenn wir das nächste mal unterwegs sind und auch darauf, wenn es wärmer wird und alles anfängt zu blühen.
Dieser Tag war für Mervan meine Frau und mich ein ganz besonderer, den wir letztendlich Ihrer Stiftung zu verdanken haben. Es ist schön und wichtig, dass es Menschen gibt, die eine soziale Verantwortung übernehmen und es Familie und insbesondere den Kindern mit Downsyndrom ermöglichen, dass sie ein Lastenfahrrad realisieren können.

Wir sind froh, dass wir uns an Sie gewandt haben und dass die Beantragung einer Unterstützung, die sehr großzügig ausgefallen ist, so unbürokratisch abgelaufen ist.
Daran sollte sich der Staat und somit die Sozialämter ein Beispiel nehmen, denn diese Möglichkeit trägt für Mervan zur sozialen Teilhabe bei und somit am Leben.
Öffentliche Verkehrsmittel und Autos bringen einen überall hin, aber nicht an besondere Orte. Für Mervan und uns bedeutet es Freiheit.

Wir danken Ihnen von ganzen Herzen, auch im Namen von Mervan.

Ihre Familie Omari Pump

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Flott unterwegs mit dem Tandem!

Auf Anraten unseres an MS erkrankten Freundes, ein Therapiefahrrad für meine Tochter Jasmin eventuell über Spenden zu erhalten, hatte ich mich mit meinem Anliegen an die Deutsche Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom gewandt. Meine Tochter Jasmin ist 18 Jahre alt. Sie fährt liebend gerne Fahrrad. Aufgrund ihrer Einschränkungen sind weitere Strecken mit dem Fahrrad allerdings nicht möglich. Des Weiteren ist es auch nicht möglich, Jasmin allein im öffentlichen Straßenverkehr mit dem Radl teilnehmen zu lassen. Wir sind an dieser Stelle an unsere Grenzen gestoßen und überlegten schon lange nach einer Lösung. Somit wagte ich den Versuch mit unserem Anliegen für ein Dreirad-Tandem als E-Bike erstmals über Stiftungen finanzielle Unterstützung zu erbitten.
Es bedeutete eine große emotionale Herausforderung für mich. Schließlich handelt es sich um eine sehr große Summe für ein Spezialfahrrad als Tandem mit Elektromotor.

Frau Lawrenz (Vorsitzende Dt. Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom) war die Erste, die mir sehr freundlich und hilfsbereit zur Seite stand. Sie sprach die Zusage für einen Großteil der Summe für das Spezial-Therapie-Fahrrad aus. So fasste ich Mut und schrieb weitere Mails und Briefe in den Abendstunden an Stiftungen, um Ihnen von unserer Geschichte zu berichten und um Unterstützung zu bitten. Sicher gab es auch Absagen, aber ich behielt im Hinterkopf, dass ich dringendst Erleichterung für unsere Freizeitgestaltung benötige, um Jasmin gesundheitlich weiter fördern zu können. Ein Teeny hat mit 18 Jahren nicht mehr so den Elan mit den Eltern "langweilig" im Wald spazieren zu gehen.

Wir können es gar nicht fassen, dass es tatsächlich geklappt hat und wir nun unser Dreirad-Tandem mit Elektromotor vor uns stehen haben. Die ersten Fahrten waren noch etwas verhalten, um Sicherheit im Fahren zu erlangen. Da ein Dreirad eine andere Fahrdynamik als ein normales Fahrrad hat, ist anfänglich etwas Übung notwendig. Jetzt können unsere Touren aber starten, sodass auch Jasmin beim Fahrradfahren von Anfang bis Ende Freude hat. Den E-Motor schalten wir bei Bedarf zu, wenn Jasmins Kräfte auf unseren Ausflügen doch nachlassen oder es lange bergauf geht.

Wir sind über diese tolle und großzügige Unterstützung durch die Deutsche Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom sehr dankbar. Ohne die Spenden wäre es uns nicht möglich gewesen, Jasmin für längere Fahrradtouren begeistern zu können. Bewegung ist für ihre Gesundheit immens wichtig. Jasmin sitzt lächelnd und glücklich auf dem Sattel des Tandems und tritt freudig in die Pedale. Dies allein zeigt mir, dass es sich auch in so einer Situation lohnt, nicht aufzugeben. Nochmals ein großes Dankeschön an alle, die uns das Spezial-Therapiefahrrad ermöglicht haben.

Viele herzliche Grüße
Jasmin & Manuela

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Malin überglücklich!

Malin Cord
Malin Cord überglücklich mit ihrem neuen Therapierad

Das Therapierad meiner Tochter Malin war mit den Jahren zu klein geworden. Da ich alleinerziehend bin, war mir eine Neuanschaffung nicht möglich. Ich stellte daher bei der deutschen Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom einen Antrag auf finanzielle Unterstützung. Diesem wurde in kürzester Zeit entsprochen. Die Freunde bei meiner Tochter Malin war riesengroß. Da rollten schon ein paar Tränen.

Sie freut sich riesig auf gemeinsame Ausflüge mit mir (ihrer Mutter) und ihrer Schwester Merit. Ohne die finanzielle Unterstützung der deutschen Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom wäre es nicht möglich gewesen für Malin ein neues Therapierad anzuschaffen.

Wir möchten uns daher ganz herzlich bei der deutschen Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom dafür bedanken und werden uns bei jedem Fahrradausflug voller Freude daran erinnern.

Herzlichst, Familie Cord (Rennau, im Juni 2021)

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Niklas und Frieda im Glück

INKLUPLAY ServicePoint gibt Jugendlichen mit Down-Syndrom Chance auf dem
ersten Arbeitsmarkt

Schmallenberg. Menschen mit Down-Syndrom können auch auf dem ersten Arbeitsmarkt überglücklich werden, sie können Selbstbewusstsein tanken, an ihren Aufgaben wachsen – und sich etablieren. Dafür sind Niklas und Frieda das beste Beispiel.
Der 19-jährige Niklas und die 18-jährige Frieda sind angestellt beim „ServicePoint“ der INKLUPLAY gGmbH in Schmallenberg. Gemeinsam mit ehrenamtlichen Inklusionsexperten und Betreuern haben sie sich nach ihrem Schulabschluss ihren Traum von einem breit aufgestellten Wäscheservice erfüllt. An drei Nachmittagen in der Woche kümmern sich Niklas und Frieda um die Wäsche von Privatpersonen, Firmen und Vereinen in der Umgebung, sie waschen die Kleidungsstücke, bügeln sie, legen sie umsichtig zusammen. Und sind dabei bester Laune: In dem hellen sauberen Raum, ausgestattet mit Waschmaschine, Trockner und Bügeleisen, mit einem heißen Kaffee in den Tassen und dem frischen Duft von Waschmittel gehen sie gemeinsam einen weiteren Schritt in ein selbstbestimmtes Leben. Auch nähen oder basteln dürfen die beiden; insbesondere Frieda machen diese kleinteiligen Arbeiten viel Spaß. Wichtig: Die beiden sollen sich entfalten können, sie sind nicht nur auf eine Tätigkeit beschränkt.
Dass das gesamte Team mit ganzem Herzen und viel Leidenschaft bei der Sache ist, hat sich seit dem Start im September in Schmallenberg und Umgebung schon längst herumgesprochen. So freuen sich die Mitarbeiter über viele Stammkunden, zudem über immer neue Personen, die sie und den Wäscheservice kennenlernen möchten. An diesem Erfolg war die Deutsche Stiftung für Down-Syndrom wesentlich beteiligt: „Die Stiftung hat uns die beiden Arbeitstische ermöglicht“, erklärt
Manja Göbel, Geschäftsführerin der INKLUPLAY gGmbH. „Dafür sind wir alle sehr dankbar. Die Förderung war eine riesige Entlastung.“
Das gesamte Team freut sich, seine Kunden persönlich kennenzulernen, denn der Begriff Inklusion soll bei der INKLUPLAY gGmbH keine leere Hülle bleiben, sondern erfahrbar werden. Jeder ist eingeladen, im ServicePoint vorbeizuschauen und sich ein Bild davon zu machen, wie gut Inklusion gelingen kann, wie gut Menschen mit und Menschen ohne Behinderung Hand in Hand arbeiten können. Niklas und Frieda jedenfalls sind zufrieden – und glücklich: „Uns macht es sehr viel Spaß, hier zu arbeiten“, sagen sie und freuen sich ehrlich und mit einem fröhlichen Lachen, eine Chance auf dem ersten Arbeitsmarkt erhalten zu haben.
Alle Infos zum INKLUPLAY ServicePoint gibt es im Internet unter www.inkluplay.de

Die INKLUPLAY gGmbH
INKLUPLAY hat sich ein großes Ziel gesetzt: Die Inklusion in Deutschland greifbar zu machen und auch tatsächlich umzusetzen. Mit Taten – nicht nur mit schönen
Worten. Das bedeutet unter anderem öffentliche Spielräume so zu gestalten, dass Kinder mit Beeinträchtigungen am gemeinsamen Spiel teilhaben können und ein
gelebtes Miteinander möglich ist. Ein weiteres Ziel ist die Vermittlung von Menschen mit Behinderung auf dem ersten Arbeitsmarkt durch die Initiierung eigener
Inklusionsprojekte wie etwa dem ServicePoint.

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Überglücklich mit dem neuen E-Dreirad

Bild: Jacqueline Ulbrich bei ihrer ersten Fahrradtour.


Dank der finanziellen Unterstützung der deutschen Stiftung für Menschen mit Down Syndrom konnte sich meine Tochter ein neues Fahrrad - ein E-Dreirad - kaufen.

Das Therapiefahrrad meiner Tochter Jacqueline war in die Jahre gekommen und es musste ein neues Fahrrad/Dreirad her. Auf Grund des Wohnortes war schnell klar, dass nach einem motorunterstützenden Fahrrad/Dreirad gesucht werden muss. Diese Suche stellte sich als sehr schwierig heraus, da es sehr wenige Fahrradhändler gibt, die ein passendes Fahrrad/Dreirad für meine Tochter hatten. Endlich wurde ein Fahrradhändler gefunden, doch dann kam der Schock - so ein E-Dreirad hat einen Preis von einem gebrauchten Auto. Dank dem Tipp von Dr. Elmar und Dr. Christine Schuhmacher wurde bei der deutschen Stiftung für Menschen mit Down Syndrom ein Antrag für eine finanzielle Unterstützung gestellt. Innerhalb kurzer Zeit kam die Nachricht, dass der Kauf des Fahrrads/Dreirads unterstützt wird.

Wir, meine Tochter und ich, bedanken uns bei der Stiftung für Menschen mit Down Syndrom für diese großartige Unterstützung und werden bei jeder Fahrradtour daran denken.

Familie Engel/Ulbrich

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Das neue Therapiefahrrad

Bericht von Hannah Willems und ihrem neuen Therapiefahrrad

Seligenstadt, den 22. November 2020


Liebes Team von der Deutschen Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom,

Hannah hat ihr „Fahrrad“ seit Mai diesen Jahres und für sie und uns hat sich dadurch wirklich sehr viel geändert. Eigentlich ist es kein normales Fahrrad, sondern ein ganz besonderes „Liege-Trike“, mit der sie endlich die Möglichkeit hat, richtig mobil zu sein. Sie hat sich gleich bei der ersten Probefahrt darin richtig sicher und wohl gefühlt – kein Problem mehr mit dem Gleichgewicht und ganz entspanntes Sitzen und Lenken! Das war irgendwann mit einem normalen Fahrrad aber auch mit einem normalen Dreirad einfach nicht mehr möglich gewesen.

Wir fahren eigentlich fast jeden Tag, fast immer einfach so durchs Feld oder auch mal zur Oma oder in die Stadt. Jetzt macht Bewegung auch Spaß und wir „trainieren“ praktisch nebenbei. So ein tolles Gefährt hat natürlich auch seinen Preis und wir sind sehr froh und dankbar, dass es Organisationen wie die ihre gibt, die dazu beitragen, dass Menschen wie Hannah besser/einfacher am ganz normalen Leben teilnehmen können.

Nochmals vielen herzlichen Dank für die schnelle und auch unbürokratische Unterstützung!

Hannah und der Rest der Familie Willems

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Eygla, lauf los!

Kurzbericht über eine von der Deutschen Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom mitfinanzierte Therapiewoche bei der "Bewegten Logopädie" im Allgäu

"Eygla, lauf los!": Mit diesen Worten begann für unsere fünfjährige Tochter Nora ein Lernerlebnis der besonderen Art. Nora bestieg eine Woche lang im Allgäu Tag für Tag den Rücken "ihres" Pferdes Eygla und durfte auf diese Weise einen neuen und sehr motivierenden Weg in die Welt der Sprache entdecken.

Nora ist vor beinahe sechs Jahren mit einem Down Syndrom zur Welt gekommen. Sie entwickelt sich prächtig und ist unser ganzer Stolz. Trotzdem bedeutet die Einschulung, auf die sie nun zugeht, den Beginn eines neuen Lebensabschnitts, in dem Sprache sehr wichtig werden wird. Das Team der "Bewegten Logopädie" in Leutkirch bietet in einem deutschlandweit einzigartigen Konzept die Sprachförderung mit dem Pferd an. Dabei stehen jeden Tag Therapiestunden auf dem Reitplatz und logopädische Trainingseinheiten in den Praxisräumen auf dem Programm. Das "Bewegtwerden" auf dem Pferd stärkt den Tonus, die Muskuatur und (vor allem!) das Selbstbewusstsein. Wir waren sehr beeindruckt davon, mit welcher Konzentration und Professonalität die Therapeutinnen sich den Kindern widmen. Schon jetzt ist erkennbar, dass Nora in kürzester Zeit erstaunliche Fortschritte gemacht hat. Sie war am Ende der Woche in vielerlei Hinsicht "gewachsen". Unsere Erwartungen haben sich mehr als erfüllt.

Wir danken der Deutschen Stiftung für Menschen mit Down-Syndrom sehr herzlich für ihre finanzielle Unterstützung. Die Zeit bei der "Bewegten Logopädie" war für Nora sehr wertvoll. Nora erzählt fast jeden Tag mit strahlenden Augen von ihrem Reiterlebnis und kann es kaum erwarten, ihr Pferd wiederzusehen. Schon in den kommenden Winterferien fahren wir wieder ins Allgäu. Dann heißt es wieder: "Eygla, lauf los!"

Berlin, im August 2020, Familie Isele