Noch eine Stiftung?????



Gib einem Menschen einen Fisch,
und ER wird einen Tag satt!
Lehre Ihn das Angeln
und gib das Werkzeug dazu
Dann wird ER ein Leben lang satt sein…….



Eine Stiftung entsteht meist in Grenz- und Notsituationen, so auch bei uns.

Wenn man als Betroffener immer wieder spürt, wie sehr man Unterstützung gleich welcher Art braucht, wie es immer wieder gilt zu kämpfen statt klein beizugeben, neue Wege zu gehen, Freunde zu finden, wird man erfinderisch.

So entstand die Idee, eine Stiftung für Menschen mit Downsyndrom zu gründen. Es ist die erste in Deutschland, die sich allein um die Belange von Menschen mit Downsyndrom - auch Trisomie21 - genannt, kümmert. Daraus ergibt sich auch der Name: "Deutsche Stiftung für Menschen mit Downsyndrom" - kurz DSMDS.

Sie hat ihre Feuertaufe durch den langen Marsch der Institutionen bestanden und seit 16.11.2004 ihre legitime Daseinsberechtigung als unselbständige treuhänderische Stiftung. Gemeinnützigkeit und Mildtätigkeit wurden anerkannt.

- Wie kam es dazu?

Erste Ideengeberin war Sieglinde Schleich, die zu Lebzeiten, nicht nur als Firmenchefin der Firma Schleich in Herlikofen, sondern auch als liebevolle Frau von Welt, Menschen, die auf der sozialen Schattenseite stehen immer wieder Unterstützung, sowohl finanzieller als auch menschlicher Art, zukommen ließ. Fast immer geschah dies ganz im Stillen. Eigene Lebenserfahrungen und persönliche Betroffenheit waren Ihre Motivation zu helfen.

Seid ihrem Tod im Jahr 2001 führt der Stiftungsrat der Friedrich-Schleich-Gedächnisstiftung diese Werk in ihrem Sinne weiter.
Immer wieder fördert die Schleich Stiftung Projekte, die der Integration von Menschen mit Behinderung dienen ein besonderes Anliegen auch von Frau Elisabeth Nagel Stiftungsrat der Friedrich-Schleich-Gedächnis-Stiftung.
So wurde auch die erste Ausstellung des Team 23-1 nicht nur finanziell unterstützt eine Ausstellung unter dem Titel Intuition Kinder und Farbe. Die Bilder dieser Ausstellung sind Gemeinschaftswerke unseres Kindes mit Downsyndrom und seiner Geschwister und Freunde (siehe auch bei Team23-1)
Der Erfolg dieser Ausstellung lies den schon lange gehegten Traum eines Vereins, der die Lebensumstände von Menschen mit Trisomie21 verbessern sollte, wieder neu aufleben.
Frau Nagel brachte uns den Stiftungsgedanken nahe, der noch eine Weile ruhen sollte. Im Jahr 2004 gab sie uns einen erneuten Anstoß, die Sache nun endlich in Angriff zu nehmen. Dank Ihres Wissens und ihrer Unterstützung ist uns damit ein erster kleiner, aber auch mutiger Schritt mit der Gründung der Deutschen Stiftung für Menschen mit Downsyndrom gelungen. Es handelt sich dabei vorerst um eine treuhänderische unselbständige Stiftung.
Das noch fehlende Gründungskapital und noch mehr wollen wir so schnell wir möglich in Form von Zustiftungen ansparen.

- Warum ist in Deutschland eine Stiftung
   für Menschen mit Downsyndrom notwendig?

  • Wir haben bis heute keine genauen Zahlen über die Anzahl der Menschen mit Trisomie21, die in Deutschland leben.
  • Wir haben keine Zahlen, wie viele dieser Menschen in Einrichtungen für Behinderte, in offenen Einrichtungen oder in der Familie leben.
  • Wir haben keine Zahlen, wie viele Kinder mit Downsyndrom in normalen Kindergärten integriert sind.
  • Wir haben keine Zahlen, wie viele Kinder mit Trisomie21 integrativ beschult werden.
  • Wir wissen nicht wie viele Menschen mit Trisomie21 auf dem normalen Arbeitsmarkt untergekommen sind.
  • Es gibt bis heute kein ausreichendes Netz an Ambulanzen zur medizinischen Versorgung von Menschen mit Downsyndrom.
  • Viele der medizinischen Besonderheiten der Trisomie21 sind bis heute viel zu wenig erforscht.
  • Es gibt nur sehr wenige Kinderärzte, die sich mit den Besonderheiten des Downsyndrom bei Kindern auskennen.
  • Es gibt praktisch keine Ärzte, die sich mit den Besonderheiten der Erwachsenen mit Downsyndrom auskennen.
  • Wir wissen bis heute nicht welche Nahrungsergänzungsmittel ein Mensch mit Downsyndrom auf Grund seines veränderten Stoffwechsels wirklich braucht.


Dies sind nur einige der offenen Fragen, deren Erforschung wir gerne unterstützen möchten.
Wir haben Träume – große und kleine. Diese Träume wollen wir verwirklichen in kleinen und großen Schritten, sodass möglichst viele der Träume Realität werden können.
Der erste Schritt war die Gründung unserer Stiftung für diese Menschen, die uns ganz besonders am Herzen liegen.
Wir können von ihnen viel lernen:
Sie sind besonders sensibel für die Stimmungen ihrer Mitmenschen, geben freigiebig Liebe, schenken Freude ohne etwas dafür zu wollen, sind mit Kleinigkeiten glücklich zu machen, sind meist fröhlich, offen, spontan und können ganz besonders gut trösten.
Wir wissen aber auch, dass nur wenige von Ihnen ganz selbständig leben können. Sie sind auf die Hilfe ihrer Mitmenschen angewiesen. Dabei werden Familien oft mit ihren Sorgen und Problemen alleingelassen. Auch hier will unsere Stiftung ansetzen.
Kurzfristige, unbürokratische Hilfe wollen wir zum Beispiel leisten, wenn...

  • es Probleme mit der notwendigen medizinischen Versorgung gibt.
  • Notwendige Therapien (z.B.Hippotherapie) nicht bezahlt werden können.
  • Integrationshilfen gestrichen oder gar nicht erst gewährt werden.
  • Lernmaterialien für Schulklassen an Geld zu scheitern drohen.
  • Arbeitsmaterialien für die Therapie zu Hause beschafft werden müssen und die finanziellen Mittel nicht ausreichen.
  • andere staatliche Subventionen dem Rotstift zum Opfer fallen.


Es gibt aber auch ganz große Träume, die wir, wenn möglich mit unserer Stiftung verwirklichen wollen.

  • Fachübergreifend arbeitende Ambulanzen zur besseren medizinischen Versorgung von Menschen mit Downsyndrom in allen Bundesländern
  • Unterstützung der medizinischen Erforschung der Besonderheiten und besonderen Bedürfnisse bei Menschen mit Downsyndrom
  • Unterstützung bei der Entwicklung neuer Lebensformen für Menschen mit Downsyndrom
  • Schaffung von möglichst vielen Arbeitsplätzen im Rahmen des normalen Arbeitslebens, bei denen Menschen mit Downsyndrom ihre speziellen Fähigkeiten und Stärken einbringen können
  • Behindertengerechtere adäquate Betreuung und Behandlung dieser Menschen in öffentlichen Einrichtungen


In all diesen Bereichen sind Basiswissen, Aufklärung und Schulung dringend nötig. Das kostet Geld und dieses Geld wollen wir mit unserer Stiftung sammeln und zur Verfügung stellen.

Kleine Schritte - Große Schritte,
Kleine Träume - Große Träume


Wer ein Kind mit Downsyndrom geschenkt bekommt, muss lernen mit kleinen Schritten zu leben und sich an den kleinen Zielen zu freuen, die man gemeinsam erreicht hat.
Kleine Schritte ist der Titel einer Schriftenreihe für Eltern von Kindern mit Downsyndrom, und kleine Schritte wollen wir auch zunächst mit unserer Stiftung gehen.
Hoffen wir darauf, dass wir eines Tages innehalten, zurückschauen und feststellen, dass aus vielen kleinen Schritten große geworden sind.



Ansprechpartner:


Dr.med.Christiane Schuhmacher

Ärztin für Allgemeinmedizin
Nützen Sie doch hierfür unser Kontaktformular


Dr. med. Elmar Schuhmacher

Arzt für Allgemeinmedizin
Nützen Sie doch hierfür unser Kontaktformular


Dr. Martin Kroll

Facharzt für Kinderheilkunde
m.kroll[a]olgahospital.de


Ulrike Böckler

Rechtsanwältin
info[a]kanzlei-boeckler.de


Dorothee Biber

Realschullehrerin a.D.
uli.biber[a]t-online.de

 Downsyndrom-Stiftung    info Zustiftungen/Spenden
 Zustiftungen:  Landesbank Baden-Württemberg  KtoNr.: 420 92 92   BLZ: 600 501 01    IBAN: DE96600501010004209292   BIC: SOLADEST600
 Spenden:  Kreissparkasse Ostalb   KTO: 1000 186 033   BLZ: 614 500 50   IBAN: 50DE95614500501000186033   BIC: OASPDE6AXXX